Theater - Hedda Gabler

Landesbühne Hannover
Spielzeit: 1999 / 2000
Premiere: 26.10.1999
Drama von Henrik Ibsen
Regie: Harald Siebler
Bühnenbild und Kostüme: Tina Kitzing

 

 

In Tesmans Villa, in die Hedda Gabler und Jörgen Tesman von ihrer Hochzeitsreise zurückkehren steht alles auf der Kippe. Wie Heddas Gefühle schwanken die Boden- ebenen des neuen Zuhauses und vermitteln wenig Halt. Alle Möbel stehen nur auf drei Beinen und scheinen jederzeit stürzen zu können. Der geniale aber haltlose Lövborg bring den Raum und Heddas Gefühle noch weiter ins Schwanken.

Tesman versucht indessen unaufhörlich Halt zu geben, indem er seine Bücher als Stützen unter die Ebenen stapelt. Durch die Vorhänge, die das Haus- mädchen Berta bewegt, wird der Raum geschlossen oder geöffnet und zeigt ein Drinnen und Draußen.





In diesem Raum bedarf es eines gewollt sensiblen Umgangs mit dem Gleichgewicht, bis am Ende unaufhaltsam die Kata- strophe näher rückt. Die Einrichtung und die Kostüme verweisen auf das Zeitlose und die Aktualität des gezeigten menschlichen Konflikts.(Tina Kitzing)

Das Stück beginnt da, wo andere aufhören; mit dem Happy End. Die Tesmans sind von ihrer Hochzeits- reise zurückgekehrt. Ehemann Jörgen hat gute Aus- sichten auf eine Professur, und seine Frau Hedda ist schwanger. Aber Hedda langweilt sich. Aus Liebe hat sie Tesman nicht geheiratet: das schöne Haus und der gesellschaftliche Aufstieg haben sie gelockt. Doch Tesmans erhoffter Karrieresprung scheint gefährdet, denn Heddas Jugendliebe Eilert Lövborg macht ihm mit seinem Buch Konkurrenz. Hedda weiß von Lövborgs früherem Alkoholismus und überredet ihn zu einem Herrenabend mit ihrem Mann. Lövborg betrinkt sich, und Tesman bekommt das neue Manuskript in die Hände. In seiner Verzweiflung wendet sich Lövborg an Hedda, doch die zeigt sich ahnungslos...

Henrik Ibsen hat mit der "Hedda Gabler" 1890 ein geniales psychologisches Drama geschrieben. Dazu spinnt der Autor eine spannende Geschichte voller Intrigen.(Programmheft)