Tanz - E=mc²

Staatstheater Stuttgart Premiere: 24.06.1999
Eine Uraufführung des Stuttgarter Ballett
Choreographie: Jean Christophe Blavier
Bühnenbild: Tina Kitzing
Lichtdesign: Steven Scott

 

E=mc² hat keine Handlung im klassischen Sinne, was eine große Herausforderung darstellt. Mit E=mc² will ich eine Brücke zwischen Abstraktion und Drama schlagen. Diese Formel ist für mich nicht nur eine mathematische, sondern beinhaltet auch geistige Prinzipien.

Die Hauptfigur in E=mc² symbolisiert einen Menschen, der in der Beobachtung dieser Prinzipien und Phänomene der Natur Erleuchtung findet.
(J.C. Blavier)



Die Choreographie stellt sich der Herausforderung die reine, physikalische Energie mit den Mitteln des Balletts und der Bühne sichtbar zu machen. Choreographie und Bühne spiegeln die grundlegenden physikalischen Beziehungen wieder, die den Aufbau unseres Universums bestimmen.

In diesem Raum der Energie entstehen, verändern und bewegen sich farbige Spitzen und formen so unterschiedliche Raumsituationen.

Die Tänzer verkörpern die Energie und interagieren mit den gleichfalls energiegeladenen Formen der Spitzen. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Energien und Massen, die gemäß der Einsteinschen Gleichung E=mc² proportional zueinander sind.

Im Wechselspiel von menschlichen und geometrischen Körpern werden fließende und statische Kräfte ausgedrückt, die durch die Großprojektion von bewegtem Wasser unterstützt werden.
(Tina Kitzing)