Tanz - PrometheusSpuren

Stadttheater Giessen Spielzeit: 2003 / 2004
Premiere: 14.02.2004
Tanzstück nach einer Idee von Tarek Assam und Peter Oppermann
Choreografie und Konzept: Tarek Assam
Choreografie: Paulina Wycichowska, Eric Oberdorff
Bühnenbild und Kostüme: Tina Kitzing
Libretto und Dramaturgie: Peter Oppermann

 

Aus der griechischen Mythologie:
Zugunsten der Menschen versuchte Prome- theus, Zeus zu betrügen, der daraufhin zur Strafe der Menschheit das Feuer entzog. Als Prometheus dieses stahl und zur Erde zurück brachte, sandte Zeus Pandora zu den Men- schen, die allerlei Übel und Krankheiten bescherte. Den Frevler selbst ließ Zeus an den Felsen schmieden, wo ihm ein Adler täglich die Leber zerfraß, die sich nachts wieder erneuerte, bis schließlich Herakles den Leidenden erlöste.







Das Tanzstück gliedert sich in die Szenenfolge:
Gesang der Okeaniden - Welt ohne Feuer - Das Feuer - Gespräch mit den Göttern - Die Verbannung - Finale

Der Besucher erhält am Eingang des Theaters einen Teil des Felsens, an den Prometheus geschmiedet ist. Ein Darsteller, der den Adler symbolisiert, mischt sich im Foyer unter die Besucher und konfrontiert sie mit Fragmenten aus dem Prometheusmythos.

Das Bühnenbild besteht aus zwei variablen Gebilden, gebaut aus Stahl und Glas, die mit Felsstücken gefüllt sind. In der Veränderbarkeit durch ihre Position auf der Bühne stellen sie Enge und Weite dar, Stadt und Natur. Sie bieten eine Spiel- und Projektionsfläche für die verschiedensten Situationen, die Prometheus durchleben muß, um den Menschen das erloschene Feuer zurück zu bringen. Die Felsen stehen in Flammen, während der positive und negative Umgang von Feuer und seine Wirkungen projiziert und tänzerisch dargestellt wird. Die Kostüme zeigen eine uniformierte Gesellschaft, in der Identität zurückgedrängt wird. Nur die Adlerfigur, in die sich verschiedene Tänzer verwandeln können, differenziert sich durch ihr fantastisches Kostüm. (Tina Kitzing)