Tanz - Der Sturm

Bayerisches Nationaltheater München
Bayerisches Staatsballett
Premiere: 8.12.2007
Ballett in 2 Akten nach William Shakespeare
Musik: Anton Bruckner, Jean Sibelius,
Peter I. Tschaikowsky
Choreographie: Jörg Mannes
Bühnenbild: Tina Kitzing

Shakespeare gibt nur sehr knappe Bildbeschreibungen zu dem Stück: Der Sturm,
die aber eine Bilderflut entstehen lassen.

Mein Ziel war es ein Bühnenbild zu schaffen,
das ständig veränderbar ist, viel Raum für Assoziationen lässt und die Phantasie der Besucher fordert. Ich suchte nach Elementen, die sowohl „Wasser“, „Erde“ und „Luft“ symbolisieren können, den Grundelementen dieses Stücks.

Immer schon fasziniert von historischer Theatertechnik und den Möglichkeiten unterschiedliche Bilder durch einfache Verwandlungen zu erzeugen diente mir wieder einmal die Bühnentechnik als Inspiration.



Ich setzte Periakten ein, dreiseitige drehbare Prismen, die durch ihre verschieden bemalten Flächen unterschiedliche Räume darstellten.

Durch waagrecht eingesetzte Elemente, die sich langsam gegeneinander bewegen, ist es z.B. möglich die Bewegungen des Meeres darzustellen, als Ausgangsbild für die Schiffbruch-szene, die den Ballettabend einleitet.

Durch den Einsatz von 5 waagrechten und 3 senkrechten Periakten, die in beliebiger Kombination gefahren werden können, konnte so eine Vielzahl von unterschiedlichen Bildern erzeugt werden. Die Oberflächen wurden unterschiedlich gestaltet und auch in der Pause gewechselt, die Kanten wurden mit Beleuchtungselementen belegt. Dieses Bühnenbild zeichnet sich vor allem durch seine Bewegung aus.

Bühnenbildauszeichnung mit dem OPUS-Preis 2008.

Begründung: Technisch innovative Umsetzung eines klassischen Bühnenbildes aus Periakten in Kombination mit moderner Medien- und Beleuchtungstechnik.