Oper - Orfeo ed Euridice

Schloßtheater Schönbrunn, Wien
Spielzeit: 2000 / 2001
Premiere: 19.06.2001
Oper von Christoph Willibald Gluck
Regie: Marianne Loy
Bühnenbild: Tina Kitzing

 

Im Foyer des Schlosstheaters steht der Sarg der verstorbenen Euridice aufgebahrt. Trauergäste beklagen ihren Tod und empfangen die Zuschauer. Der Trauerzug führt durch das Foyer in den Theaterraum. Alle Besucher erhalten eine weiße Rose, die sie auf Euridices Sarg werfen, der in den Orchestergraben abgelassen wurde.

Vor einer abstrakten Kassettenwand eines Krematoriums trauern Orfeo, Freunde und Verwandte. Plötzlich springt Amor als Clown aus dem Sarg und fordert Orfeo auf in die Unterwelt zu steigen.



Auf der Suche nach seiner weiblichen Seite betritt Orfeo, die weibliche Vagina. Durch eine Prospektfahrt werden Außen- und Innenwelt vertauscht. In der roten und warmen Gebärmutter, dem Elysium, trfft Orfeo auf die glücklichen Schatten in der Unterwelt, die das Wasser des Gebärens in Fluss halten.

Orfeo begegnet Euridice in einer sich plötzlich wandelnden Situation. Sie finden sich in ihrer alltäglichen Küche wieder, in der sich erneut der altbekannte Ehekrach an den Bedingungen der Rettung entzündet, die Orfeo nicht nennen darf.

Vergangene Situationen werden durch ein Tanzpaar ausgedrückt.

Die wahre Liebe Orfeos zu Euridice wird bis auf das Äußerste geprüft.

Der Clown Amor wendet die Tragödie ab und bedeckt die Vergangenheit unter einer weißen Seide. Dabei läßt er als Zeichen der Liebe alle seine Clowns mit einem riesigen Pfeil das kleine Liebesherz durchbohren.