Oper - In the Penal Colony

Hebbeltheater, Berlin
Eine Produktion der Berliner Kammeroper
Spielzeit: 2002 / 2003
Premiere: 22.11.2002
nach der Erzählung "In der Strafkolonie" von Franz Kafka
Musik: Philip Glass
Musikalische Leitung: Peter Aderhold
Regie: Kay Kuntze
Bühnenbild und Kostüme: Tina Kitzing
Dramaturgie: Asja Jazina

Die Erzählung "In der Strafkolonie" (1914) thematisiert einen kulturellen Umbruch: Eine mittelalterliche, barbarische Rechts- und Gesellschaftsordnung soll auf Betreiben eines neuen Machthabers, des neuen Kommandanten, durch eine moderne, zivilisierte Gesellschaftsordnung abgelöst werden. Anhand dieses Umbruchs werden zwei konkurrierende Ordnungsmuster diskutiert, die sich auf unterschiedliche Rechtsfindungsstrukturen stützen.





Die Kammeroper in 16 Szenen, Prolog und Epilog für zwei Sänger und ursprünglich zwei stumme Schauspieler ist mit nur einem klassischen Streich- quartett plus Kontrabass besetzt. Das Stück fängt unschuldig mit Kontrabass, Violoncello und Viola an, die einfache Phrase spielen und sich dann mit der ersten und zweiten Violine verbinden. Mit jeder neuen Szene verändert sich das rhythmische Baukasten- system etwas. Altes wird leicht verändet, neues tritt hinzu, so dass jede Szene zwar eine eigene musikalische Stimmung erhält, aber eine Gesamtfarbe der Oper vorherrschend bleibt.
(Asja Jarzina)

Die Insel ist ein abstraktes Möbel in Stufenpyramidenform, das sich um die Mittelachse dreht. Durch verschiedene Klappmechanismen lässt es sich in die unterschiedlichsten Räume verwandeln, wie z.B. den Wartesaal, das Büro, das Labor.
Diese komplexe Inselkonstuktion symbolisiert die Foltermaschine selbst, die die Gefangenen in den abstakten Himmel drückt.
(Tina Kitzing)